Wer programmieren lernt, ohne je einen Lötstift in der Hand gehabt zu haben, wer Code generiert, ohne zu verstehen, in welchem Umfeld er läuft, und wer darauf vertraut, dass Vibecoding schon irgendwie funktioniert: Genau das diskutiert Richard Seidl mit Marc Bless und Thomas Ronzon. Die drei reden darüber, was es heute wirklich braucht, um Systeme zu durchdringen, warum das T-Shape-Modell nicht mehr reicht und was passiert, wenn die Mittelschicht der Entwicklung einfach wegbricht. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern auch um Vertrauen: in Systeme, in KI, in Menschen.
Highlights:
- Die Mittelschicht der Entwickler wird durch KI-Automatisierung wegbrechen, weil nur noch wenige Experten mit tiefem Systemverständnis und Agent-Orchestratoren gebraucht werden.
- Vibe-Coding löst das grundlegende Problem nicht: Wer nicht versteht, in welcher Umgebung Code läuft, kann nicht beurteilen, ob er auch unter realen Feldbedingungen funktioniert.
- Intrinsische Neugier, also das Bedürfnis, Systeme von innen zu verstehen statt nur anzuwenden, entscheidet darüber, ob jemand auch in einer KI-geprägten Welt kompetent bleibt.
- Ein T-Shape-Profil reicht für Senior-Rollen nicht mehr aus; gebraucht wird ein Pi-Shape mit mindestens zwei Fachtiefgängen und breitem Überblick darüber hinaus.
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