Hartnäckige Qualitätsprobleme, volle Backlogs und das Gefühl, dass sich trotzdem nichts ändert: Richard Seidl spricht mit Pia Wiedermayer und Roman Kirchmeier über das Format "Quality Sprint", das genau dort ansetzt. Die beiden erklären, wie ein kompakter Workshop-Tag dabei hilft, Stakeholder aus verschiedenen Bereichen an einen Tisch zu bringen, echte Pain Points durch gezielte Interviews sichtbar zu machen und gemeinsam konkrete nächste Schritte zu definieren, die das Team auch ohne externe Begleitung umsetzen kann. Ein zentrales Prinzip dabei: nicht die lautesten Stimmen dominieren lassen, sondern gezielt zuhören und Gemeinsamkeiten sichtbar machen, die im Alltag oft verborgen bleiben. Seidl fragt außerdem nach, wie der Transfer in den Arbeitsalltag gelingt und was es braucht, damit die Ergebnisse nicht im nächsten Posteingang verschwinden.
Highlights:
- Ein Quality Sprint funktioniert nur, wenn alle betroffenen Stakeholder am Tisch sitzen: Tester, Entwickler, PO, Betrieb und andere, denn wer fehlt, hält sein Problem für unsichtbar.
- Die Interviews im Quality Sprint laufen öffentlich in der Gruppe: Eine Rolle spricht, der Rest hört zu, ohne zu kommentieren, damit Silodenken sichtbar wird, bevor es diskutiert wird.
- In 95 Prozent der Fälle decken die gesammelten Pain Points der verschiedenen Rollen denselben Kernschmerz auf, auch wenn jede Gruppe ihn anders benennt.
- Konkrete Action Items brauchen eine benannte Person, die sie treibt, und einen festen Nachfolgetermin in zwei bis vier Wochen, sonst verschwinden sie im Alltag.
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