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Coole Vibes statt Verstand. Code ohne jedes Gewissen

Kaum ist der letzte KI-Hypezyklus verdaut und schon schiebt die KI-Branche die nächste Erzählung nach: „Agentic AI“ und – inzwischen gerne auch in Kombination – „Vibe Coding“. Während Ersteres im Kern bedeutet, dass Large Language Models nun eigenständig irgendwo Funktionen aufrufen dürfen (Security? Später!), klingt Letzteres fast schon sympathisch: Man beschreibt ein Problem in einem Prompt – und bekommt Software zurück. Schnell, niedrigschwellig, hochqualitativ und demokratisch. Angeblich.

„Vibe Coding“ hat enorme narrative Einschlagkraft. Es verspricht die Demokratisierung der Softwareentwicklung, die Befreiung von technischem Elitismus, den kostengünstigen Zugang zu jeder Software – für uns alle. Wer könnte da schon Nein sagen?

Das Problem: Diese Narrative halten einer kritischen Überprüfung nicht stand. Sie beruhen auf einem grundlegenden Missverständnis darüber, was Software eigentlich ist – und wie sie entsteht. Denn Software ist nicht nur der Programmcode. Software ist Verst…

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